Deutsche Unternehmen fordern verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für nachhaltige Transformation
11. Juli 2025
Mehrere deutsche Unternehmen haben in einem gemeinsamen Statement betont, dass der Wandel zu einer nachhaltigen und langfristig wettbewerbsfähigen Wirtschaft einheitliche Standards und einen stabilen regulatorischen Rahmen erfordert. Weitreichende Deregulierung lehnen sie ab, da sie Planungssicherheit und Resilienz gefährde. Stattdessen setzen die Unterzeichnenden auf praxistaugliche Vereinfachungen und Harmonisierung, um die Anwendung bestehender Regelwerke zu erleichtern.
Die Unternehmen heben im Statement hervor, dass frühzeitige Weichenstellungen notwendig sind, um künftige Kosten und Schäden durch Klimafolgen, Lieferkettenunterbrechungen oder Infrastrukturschäden zu vermeiden. Rechtssicherheit, abgestufte Anforderungen für kleinere Unternehmen, einheitliche Standards und Transparenz über ESG-Risiken werden als entscheidend für langfristige Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit bezeichnet.
Die Unternehmen appellieren an die neue deutsche Bundesregierung, sich auf nationaler und europäischer Ebene für verlässliche und praxisnahe Rahmenbedingungen der nachhaltigen Transformation einzusetzen.
Die FAZ hat darüber berichtet und dabei auch den «Appell für eine stabile und wertebasierte Wirtschaftspolitik» erwähnt: «Eine Mehrheit deutscher Unternehmen befürworte – entgegen den Behauptungen von deutschen Wirtschaftsverbänden – die gesetzliche Verankerung von Berichts- und Sorgfaltspflichten. Das belegten verschiedene Unternehmensbefragungen, heißt es in einem „Appell für den Erhalt der EU-Lieferkettenrichtlinie“, mit dem die Unterzeichner auf den Vorschlag der EU-Kommission reagierten. Unterschrieben haben neben Politikern, Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen und Wissenschaftlern auch einige Unternehmensvertreter, etwa der Vorsitzende des Unilever Konzernbetriebsrates, Hermann Soggeberg. Die EU-Lieferkettenrichtlinie dürfe nicht verwässert werden, da auch europäische Unternehmen direkt oder indirekt an Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen beteiligt (gewesen) seien, argumentieren die Unterzeichner.» (FAZ-Artikel, 10.07.2025)